Freisprechungsfeier der Maler- und Lackiererinnung Flensburg-Schlweswig

Urkundenübergabe an die Innungsbeste des aktuellen Jahrgangs Isabell Ehrich (zw. v. li.) mit Lehrlingswartin Inga Hansen (zw. v. re.), Obermeister Ralph Bellendorf (li.) und dem stellvertretenden Obermeister Philipp Schmidt (re.).

Krisensichere Aussichten für den Berufsnachwuchs

In eine farbenfrohe Zukunft starten in diesen Tagen 14 Junggesellinnen und Junggesellen des regionalen Maler- und Lackiererhandwerks. Mit ihren erfolgreichen Ausbildungsabschlüssen hat der aktuelle Abschlussjahrgang eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass jeder Einzelne über Ausdauer, Fachwissen, handwerkliches Können und Kreativität verfügt. „Mit diesen Voraussetzungen sind wichtige Weichen für die weitere berufliche Zukunft gestellt“, sagt Obermeister Ralph Bellendorf Anfang September auf der Freisprechungsfeier der Innung im Festsaal des Landguthotel Westerkrug in Wanderup. Diesen besonderen Ehrentag für den Berufsnachwuchs stellte der Obermeister in seinen weiteren Ausführungen unter das einprägsame Motto „Chancen nutzen – Zukunft gestalten“. Dabei spielte er vor allem auf die aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen an, denn in einem demokratischen Sozialstaat zu leben, ist ein wertvoller Garant für Rechtssicherheit im Hinblick auf die Verwirklichung der individuellen Lebensplanung. „ich muss sicherlich nicht betonen, dass dies nicht selbstverständlich ist, und längst nicht überall auf der Welt so praktiziert wird“. Gut informiert zu sein, so Ralph Bellendorf, ist dabei eine entscheidende Grundvoraussetzung: „Nur so ist es möglich, richtige Entscheidungen zu treffen, um zum Beispiel für die eigene Entwicklung Vorsorge zu betreiben. Zeigen Sie persönliches Interesse, dann sind Sie stets auf der Höhe der Zeit“. Dabei richtete der Obermeister den Blick auf die Themen Digitalisierung und künstliche Intelligenz, die im gesellschaftlichen Kontext zukünftig noch mehr als bisher alle Lebensbereiche beeinflussen werden. „Vieles ist möglich und manches wird kommen, was wir uns heute noch schwer vorstellen können“. Somit ist es notwendig, sagt Bellendorf, richtig zu entscheiden und das gelinge umso mehr, je besser der Informationsstand ist. Aber wie stark wird unter anderem die künstliche Intelligenz (KI) den beruflichen Alltag im Handwerk beeinflussen? „Expertenmeinungen prognostizieren, dass das Handwerk im Allgemeinen weniger davon betroffen sein wird. Die Umsetzung mit den Händen bleibt weiterhin unverzichtbar. Jedoch ist es realistisch, dass spezielle KI-Assistenten Arbeitsschritte oder planerische Vorarbeiten unterstützen“. In diesem Zusammenhang liegt gerade im Maler- und Lackiererhandwerk eine handwerkliche Einzigartigkeit vor, denn jede Wand, jeder Altbau oder jeder Untergrund ist anders. Die Künstliche Intelligenz besitzt nicht die Flexibilität und ein erforderliches Tastgefühl, um auf unebene oder feuchte Bedingungen zu reagieren. Ein entscheidender Punkt ist dabei: Qualifizierte Handwerker werden somit immer gefragter: „Auf uns kommt zu den herkömmlichen Tätigkeiten, wie bei Renovierungen oder an Neubauten, noch ein weiteres Arbeitsfeld hinzu: Die energetische Modernisierung“, betont der Obermeister. Als Gastrednerin des Abends begrüßte der Innungsvorstand Kreishandwerksmeisterin Kathrin Bindbeutel am Rednerpult. Der erreichte Ausbildungsabschluss, so Kathrin Bindbeutel, ermöglicht ein erstklassiges Fundament für ein erfolgreiches Berufsleben: „Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich dazu“. Als Innungsbeste des aktuellen Abschlussjahrgangs erhielt Isabell Ehrich vom Ausbildungsbetrieb Lars Heisch aus Schafflund, besondere Auszeichnungen des Innungsvorstandes.

Innungsbeste Isabell Ehrich und Obermeister Ralph Bellendorf.
Der feierliche Moment der Gesellenbriefübergabe.
Die Absolventen der Berufsschule Flensburg.
Der aktuelle Abschlussjahrgang der Berufsschule Schleswig.