Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Flensburg Stadt und Land

Gute Zukunftsaussichten für den Berufsnachwuchs

Trotz einer im Vergleich zu den Vorjahren überschaubaren Absolventenzahl konnte Obermeisterin Babette Pauly zur traditionellen Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Flensburg Stadt und Land ein breitgefächertes Publikum im Veranstaltungssaal der Handwerkskammer begrüßen. Darunter Lebenspartner, Freunde und Familienangehörige der insgesamt zehn Prüfungsteilnehmer sowie Betriebsinhaber und Ausbildungsmeister. Großes Interesse weckten vor allem die ausgestellten Gesellenstücke, die in präziser Handarbeit aus kreativem Ideenreichtum entstanden sind. Ein feierlicher Festakt mit vielen Belobigungen im Hinblick auf die absolvierte Ausbildung und die bestandene Prüfung.  Babette Pauly bezeichnete diesen besonderen Abend als ultimativen Saisonhöhepunkt der ganzjährigen Innungsarbeit: „Nach dreijähriger Ausbildung, einschließlich des BGJs, gratuliere ich euch im Namen des Innungsvorstandes zur abgeschlossenen und bestandenen Prüfung. Nun beginnt für euch alle ein neuer Lebensabschnitt“, sagt die Obermeisterin. Als Festrednerin begrüßte Babette Pauly Kreishandwerksmeisterin Kathrin Bindbeutel, die zugleich Obermeisterin der Friseur- und Kosmetik-Innung Flensburg ist. Auf den ersten Blick, so Bindbeutel, fehle es an Gemeinsamkeiten zwischen beiden Gewerken, doch bei genauerer Betrachtung gibt es durchaus erstaunliche Parallelen: „Zum Beispiel arbeiten wir beide mit Werkstoffen, die nicht immer das tun, was wir gerne hätten“, erklärt die Kreishandwerksmeisterin. Im Detail konkretisiert sie: „Wenn ein Brett schief ist, ist es wie bei einem schiefen Haarschnitt – meistens ist es sofort ersichtlich. Am Ende geht es bei beiden Berufen darum, aus einem Rohmaterial etwas zu schaffen, das funktional ist, gut aussieht und den Menschen Freude bereitet. Diese Umsetzung haben unsere heutigen Absolventen mit ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss jetzt fest verinnerlicht. Dazu gratuliere ich ihnen recht herzlich“. Wie vielfältig und modern das Handwerk geworden ist, konkretisiert unter anderem was die beiden Innungen verbindet: „Unsere Innungen sind die einzigen in der Region, die von Frauen geführt werden. Leistung, Engagement und Kompetenz entscheiden. Und das ist gut so“, ergänzt Kathrin Bindbeutel. Bei der Übergabe der Gesellenbriefe und Berufsschulzeugnisse wagte Obermeisterin Babette Pauly noch einen Blick in die bevorstehende berufliche Zukunft der jetzigen Jung-Gesellen: „Ihr habt eine qualifizierte Ausbildung in einem traditionellen und zugleich zukunftsträchtigen Beruf erlernt. Fachkräfte im Tischler-Handwerk werden gesucht wie selten zuvor. Wenn ihr weiterhin Beharrlichkeit und Flexibilität unter Beweis stellt, werdet ihr euren Weg machen“. Für das beste Gesellenstück erhielt Finja Dämmig von der Tischlerei Gimm aus Flensburg eine besondere Auszeichnung des Innungsvorstandes. Das beste Innungs-Gesamtergebnis erzielte Sven von Holdt von der Tischlerei Göldner aus Schafflund, der ebenfalls eine Würdigung für seine erstklassigen Leistungen erhielt.

Die erfolgreichen Prüfungsabsolventen mit Obermeisterin Babette Pauly (li. zw. Reihe von oben).
Finja Dämmig (li.) und Sven von Holdt überzeugten als Innungsbeste mit besonderen Leistungen. Obermeisterin Babette Pauly (Mitte) gratuliert mit anerkennenden Worten.