Freisprechungsfeier der Maler- und Lackiererinnung Flensburg – Schleswig

Erlernte Fertigkeiten sind Werkzeuge des beruflichen Erfolges

Der diesjährige Abschlussjahrgang der Berufsschulkassen Flensburg und Schleswig.

Es sind ehrenvolle Momente mit anerkennenden Worten und einer Vielzahl an aufrichtigen Glückwünschen. Nach drei intensiven Ausbildungsjahren haben die diesjährigen Abschlussjahrgangsteilnehmer des Maler- und Lackiererhandwerks aus den Innungsbezirken Flensburg und Schleswig das angestrebte Prüfungsziel erreicht und Anfang September ihre verdienten Gesellenbriefe im Rahmen einer traditionellen Freisprechungsfeier erhalten. Der Innungsvorstand um Obermeister Ralph Bellendorf würdigte dabei die erstklassigen Leistungen der insgesamt 18 Nachwuchskräfte, die jetzt entweder als Maler und Lackierer Jung-Gesellen oder Fachpraktiker für das Maler- und Lackierer-Handwerk in eine erwartungsvolle berufliche Zukunft starten. Beachtlich dabei der Anteil der Absolventinnen, denn zukünftig gestalten gleich elf Maler- und Lackiererinnen die individuellen Kundenwünsche des Berufstandes.  Mit einem Höchstmaß an sozialem Engagement und Weitblick sorgen die regionalen Handwerksbetriebe somit erneut für eine angemessene Reaktion auf die Auswirkungen des Fachkräftebedarfs.

Dieses Jahr testete Obermeister Ralph Bellendorf (re.) das Fachwissen der Absolventen mit ausgesuchten Fragen. Die Jung-Gesellen nahmen diese Zugabe mit Humor auf.
Der feierliche Moment der Gesellenbriefübergabe.

 

„Heute feiern wir einen bedeutenden Meilenstein in eurem Leben. Es ist ein Tag des Stolzes, der Freude und des Neuanfangs.  Ihr habt eure Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und seid nun bereit, in die Berufswelt einzutreten“, unterstreicht Ralph Bellendorf in seiner Festrede. In seinen weiteren Ausführungen stellte der Obermeister die „Elemente des Sports“ in den Vordergrund und erwähnte dabei vergleichbare Parallelen zur beruflichen Ausbildung. Denn im Verlauf der Lehrzeit haben die jetzigen Jung-Gesellen erfahren, dass das Handwerk die gleichen Werte lebt, wie jene, die im Sport wichtig sind. Dazu zählen Disziplin, Hingabe und kontinuierliches Training: „Das sind die Säulen, die Erfolge auf dem Sportplatz aber auch in der Ausbildung garantieren“, so Bellendorf. Wie in einem Trainingslager, so der Obermeister, haben die jungen Absolventen Techniken verfeinert, Wissen angesammelt und sich somit Fähigkeiten angeeignet.  Doch erfolgreiche Sportler benötigen auch ein starkes Team. Im Hinblick auf die Ausbildung verweist Ralph Bellendorf dabei auf Ausbilder, Lehrkräfte und Meister: „Gemeinsam haben sie euch nicht nur technische Fertigkeiten vermittelt, sondern auch die Werte des Handwerks – Präzision, Sorgfalt und Kreativität“. Immer wieder Herausforderungen anzunehmen, um über sich hinauszuwachsen, gehört ebenfalls zu den Elementen des Erfolgs.  Während der Ausbildung lernten die Nachwuchskräfte, wie Projekte geplant und Materialien ausgewählt werden sowie wie Techniken anzuwenden sind, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. „Diese Fähigkeiten sind eure Werkzeuge, um in eurem Beruf erfolgreich zu sein und stetig besser zu werden“. Wie im sportlichen Wettkampf ist aber auch im Handwerk Planung und strategisches Vorgehen entscheidend: „Ihr müsst die Bedürfnisse eurer Kunden verstehen, Projekte effizient organisieren und dabei immer die Qualität im Blick behalten. Eure Fähigkeit, gut durchdachte und innovative Lösungen zu finden, wird euch helfen, auch die anspruchsvollsten Projekte erfolgreich umzusetzen“, erklärt Ralph Bellendorf.

Als Innungsbeste der aktuellen Abschlussjahrgangs erhielt Juana Magnußen vom Ausbildungsbetrieb Sebastian Johannsen aus Munkbrarup eine besondere Würdigung des Innungsvorstandes.

Lehrlingswartin Inga Hansen (li.) und Obermeister Ralph Bellendorf würdigten die herausragenden Leistungen von Juana Magnußen (Mitte) mit einer besonderen Auszeichnung als Innungsbeste des Jahrgangs.