Freisprechungsfeier der Innung des Baugewerbes Flensburg Stadt und Land

Nachwuchskräfteförderung – Hoffnungsträger in herausfordernden Zeiten

Im Hinblick auf die konjunkturelle Lage, könnten die Zeiten für die Baubranche wirklich besser sein. Die Fachbetriebe haben mit einer Vielzahl von Herausforderungen zu kämpfen, die insbesondere den Vorstandsmitgliedern der Innung des regionalen Baugewerbes Sorgen bereiten. In wirtschaftliche Schieflagen sind gerade die Betriebe geraten, so Obermeister Hans-Henning Hansen auf der diesjährigen Freisprechungsfeier, die sich auf Privatpersonen oder Einfamilienhäuser spezialisiert haben. Bei den Mischbetrieben ist die Konjunktur dagegen noch gut, doch viele bürokratische Hemmnisse bleiben auch in diesem Fachsegment nicht aus. Hinzu kommt ein Bauzinsniveau wie etwa vor 20 Jahren sowie ein gravierender Mangel an verfügbaren Arbeitskräften. Doch den Kopf in den Sand stecken ist keine Option für Hans-Henning Hansen, der zusammen mit dem Innungsvorstand am vergangenen Freitag 31 Nachwuchskräfte auf der Freisprechungsfeier in den Gesellenstand verabschiedete: „Ihr habt eine qualifizierte Ausbildung in einem Beruf absolviert, der für fachgerechte Bauausführungen steht und auf diesen Qualitätsanspruch werden die Kunden weiterhin setzen“, unterstreicht der Obermeister in seiner Rede. Insgesamt erhielten ein Ausbaufacharbeiter, zwei Hochbaufacharbeiter, fünf Maurer und 23 Zimmerer ihre begehrten Gesellenbriefe. „Die Lehrlingszahlen sind bei uns insgesamt noch gut, jedoch bei den Maurern könnten sie besser sein. Das Facharbeiterproblem hat sich in diesem Berufszweig nach wie vor nicht entspannt“, ergänzt Hans-Henning Hansen. Mit der erfolgreich bestandenen Gesellenprüfung stellt der aktuelle Abschlussjahrgang eindrucksvoll unter Beweis, dass jeder einzelne Absolvent in der Lage ist, gute handwerkliche Arbeit zu leisten. Und diese Ausgangssituation qualifiziert die jetzigen Jung-Gesellen hervorragend für den Arbeitsmarkt. Ein Aspekt, den auch die Festrednerin der Freisprechungsfeier, Raissa Gröschl, beherzt aufgreift. Für die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Flensburg sind die jungen Nachwuchskräfte ein entscheidender Teil der Lösung, um die Herausforderungen der Branche zielgerichtet anzugehen: „Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist höher denn je – Sie, liebe Jung-Gesellen, sind die Antwort auf die Herausforderungen der Branche“, sagt Raissa Gröschl. Die Ausbildungsbetriebe, so die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin weiter, haben bereits adäquate Lösungen geliefert, um die gesellschaftlichen Herausforderungen anzugehen: „Sie stellen sich vorbildlich der Aufgabe, unseren Nachwuchs in Ihre Obhut zu nehmen, um somit qualifizierte Berufsausbildungen zu ermöglichen. Für dieses Engagement möchte ich Ihnen besonders danken“, betont sie. Als Innungsbeste des Abschlussjahrgangs erhielten Maurer Tade Glöe-Carstensen, Ausbildungsbetrieb de Hansen´s aus Sollerup, und Zimmerer Janik Hau, Ausbildungsbetrieb Zimmerei Björn Burghardt aus Harrislee, eine besondere Auszeichnung der Innungsvorstandes.

 

BU1: Der diesjährige Abschlussjahrgang des regionalen Baugewerbes in akkurater Aufstellung mit ihren Ausbildungsmeistern.
BU2: Als Innungsbeste besonders gewürdigt: Zimmerer Janik Hau und Maurer Tade Glöe-Carstensen (v. li.).
BU3: Ein Blumenstrauß für die Festrednerin: Obermeister Hans-Henning Hansen dankt Raissa Gröschl für einen aussagekräftigen Redebeitrag.
BU4: Ein feierlicher Moment: Die offizielle Übergabe des Gesellenbriefs.