Einschreibungsfeier der Dachdecker-Innung Flensburg – Schleswig – Eckernförde
Der Berufsnachwuchs will hoch hinaus

Die Probezeit ist fast geschafft und die ersten Erfahrungen sind gesammelt. Von wenigen Wochen meisterten 40 Berufsstarter aus dem Einzugsgebiet der Dachdecker-Innung Flensburg- Schleswig-Eckernförde ihren erfolgreichen Ausbildungseinstieg und schauen erwartungsvoll in eine lehrreiche Zukunft. Innerhalb von drei Jahren wollen sie die Fertigkeiten des klassischen Dachdeckerhandwerks erlernen und versierte Fähigkeiten erwerben. Es geht für sie also auf die Dächer der Region und somit hoch hinaus. Für fachgerechte Berufsausbildungen schaffen gerade die Dachdeckerfachbetriebe des regionalen Innungsverbundes ideale Voraussetzungen, die überlieferte Traditionen mit modernen Anforderungen verbinden. Zum Ausbildungsbeginn muss der Berufsnachwuchs jedoch Verpflichtungen eingehen, um aktiv an den Zielen der Ausbildung mitzuwirken. Dies wird in einem feierlichen Rahmen bekundet, und zwar durch eine würdevolle Einschreibungsfeier. Den aktuellen Jahrgang begrüßte der stellvertretende Obermeister und Lehrlingswart Michael Asmussen zusammen mit dem Innungsvorstand Ende November im Festsaal des Restaurant Oase in Stadtteil Mürwik. Vor der geöffneten Innungslade unterzeichneten insgesamt 40 Nachwuchskräfte, darunter zwei Frauen, im ausgelegten Innungsbuch ihr jeweils persönliches Mitwirken: „Wir bilden Euch bis zum September 2027 zu ordentlichen Dachdeckergesellen aus und verpflichten auch die Ausbildungsbetriebe dazu, fachgerechte Kenntnisse zu vermitteln, die zum Erreichen des Ausbildungszieles erforderlich sind“, sagt Michael Asmussen.

Das gerade die Ausbildungsbetriebe des regionalen Innungsverbundes bereit dazu sind, in den Nachwuchs zu investieren und somit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe übernehmen, lobte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Flensburg, Raissa Gröschl, in ihrer Festrede: „Landesweit stellt die Dachdecker-Innung Flensburg-Schleswig-Eckernförde einmal mehr die meisten Lehrlinge aller schleswig-holsteinischen Innungen. Das ist schon beeindruckend und ermöglicht dem angehenden Berufsnachwuchs vielversprechende Perspektiven“, sagt sie. Im Hinblick auf die derzeit angespannte Lage im Handwerk plädierte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin dafür, optimistisch zu bleiben: „Für die Dachdeckerbetriebe ist es zum Beispiel vorteilhaft, dass sie meist im Sanierungsbereich tätig sind und daher den aktuellen Stillstand im privaten Neubaugeschäft weit weniger spüren als andere Baugewerke. Darüber hinaus signalisiert der Transformationsprozess beim Thema Energie erfolgsversprechende Aussichten. Als Stichworte seien hier genannt Photovoltaik oder energiesparende Dämmungstechniken“, so Raissa Gröschl.



