Projekt „JobNavi“ erfüllt Herzenswunsch von Kindern

„JobNavi“ Praxisprojekt: Eine Tankstelle für „Bobbycars“

Die Leiterin der städtischen Kindertagesstätte, Silke Rux (re.), mit den Teilnehmern der diesjährigen „JobNavi“ Maßnahme.

In der städtischen Kindertagesstätte Fruerlund kommen sie täglich zum Einsatz: Die beliebten Bobbycars. Der großzügig angelegte Außenbereich in der Fruerlunder Straße 64 bietet dafür auch eine Vielzahl an Möglichkeiten. Jede Pause wird von den Kindern genutzt, um in Einzelfahrzeugen oder sogar Bobbycar-Bussen (für bis zu vier Insassen) erlebnisreiche Runden zu drehen.  Allgemein bekannt ist, dass diese Spielautos für Kleinkinder generell durch das Abstoßen mit den Beinen zügig Fahrt aufnehmen. Doch die Flensburger Nachwuchsrennfahrer dachten schon einen Schritt weiter und orientierten sich an realen Alltagsfakten: Ein Fahrzeug muss auch betankt werden. Somit reifte der Wunsch, eine eigene „Bobbycar-Tankstelle“ zu besitzen. Eine bauliche Herausforderung, die großes Fingerspitzengefühl erfordert.

Diese Aufgabe setzten die Teilnehmer der diesjährigen „Job-Navi“ Maßnahme wunschgerecht um. Mit Unterstützung der Fachanleiter starteten die Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren ihr ehrgeiziges Projektvorhaben. Nachdem die Dimension festgelegt wurde, ging es darum, das Material zu organisieren. Im Anschluss schraubten und werkelten die Jugendlichen in Eigenregie. Innerhalb weniger Wochen entstand somit eine adäquate Bobbycar-Tankstelle für den individuellen Einsatz. Die Leiterin der städtischen Kindertagesstätte, Silke Rux, lobte bei der Übergabe das große Engagement der Jugendlichen: „ Mit dieser kreativen Ideenumsetzung  haben die Jugendlichen einen Herzenswunsch der Kinder erfüllt.“

Das Projekt „JobNavi“ des Jobcenters Flensburg ermöglicht seit 2016 berufliche Orientierungen für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren. Umgesetzt wird diese Maßnahme durch die Kooperation der Gesellschaft für „beruf + bildung“ (bb) und der Kreishandwerkerschaft Flensburg Stadt und Land. Die Teilnehmer sind 30 Stunden pro Woche im Projekt und können maximal zwölf Monate an der Maßnahme teilnehmen. An drei Tagen der Woche erhalten sie theoretische Grundlagen in der Gesellschaft für „beruf + bildung“; an zwei Tagen erfolgt dann der Praxisteil in den Werkstätten der Kreishandwerkerschaft am Harnis.